Historie



Die Initiative zum Green Franchise Award für den deutschsprachigen Raum geht auf die Schweizer Franchise-Beraterin und Professorin für Marketing und Franchising, Veronika Bellone, zurück. Sie startete 2008 mit ihren Präsentationen und Gesprächen. Die Schweizer "Unternehmerzeitung" berichtete darüber. 

Der Begriff "Greenfranchising" stammt ursprünglich aus dem US-amerikanischen Sprachraum. Dort wurden  vorwiegend ökologisch ausgerichtete Franchise-Systeme mit diesem Terminus gekennzeichnet. 

Studie zum Green Franchise Award an der FHNW © Bellone Franchise Consulting GmbH
Studie zum Green Franchise Award an der FHNW © Bellone Franchise Consulting GmbH

Für den deutschsprachigen Raum (D/A/CH) erweiterte und verfeinerte Bellone, zusammen mit dem Markenberater Thomas Matla, den Begriffsumfang, der begleitend in einer Studie an der Schweizer FHNW untersucht wurde. Die beiden Bellone Consultants erarbeiteten daraus die Green Franchise Award-Konzeption sowie Bewerbungs- und Bewertungs-Kriterien.

2012 konnten die Bellone Franchise Consultants den DFV Deutscher Franchise Verband e.V. für die Ausrichtung und Vergabe des 1. Green Franchise Award 2013 gewinnen. Die Preisvergabe erfolgte am 7. Mai 2013 in Berlin, im Tipi am Kanzler/innen-Amt.

Greenfranchising ist ein ganzheitlich verantwortliches und dauerhaft ausgerichtetes Franchising, das die Vorteile des Klassischen Franchisings, die konsequente Standardisierung und schnelle Multiplikation, für nachhaltige umwelt-, kultur- und gesellschaftskompatible Werte und Bedeutungen, Produkte und Dienstleistungen nutzt. Es wird von den vier Erfolgstreibern der Nachhaltigkeit "Ökonomie", "Ökologie", "Kultur" und "Soziales" getragen.

In den letzten Jahren entwickeln sich mehr und mehr Franchise-Systeme, die Nachhaltigkeit bereits als Unternehmensziel definieren. Sie konzentrieren sich auf einzelne Nachhaltigkeitsbereiche, in denen sie besondere Wirkungen erzeugen wollen. International spricht man in diesem Zusammenhang von "Purpose driven companies". So konzentrieren sich "Social Franchise-Systeme" beispielsweise darauf, schwer vermittelbare Menschen, mit geistigen oder körperlichen Defiziten, in den Arbeitsprozess zu integrieren. Ziele von "Eco Franchise-Systemen", die das Wohl der Umwelt im Blick haben, sind die Reduzierung von CO2-Belastungen sowie die Minderung von Wertstoff- und Energieverbräuchen. "Cultural Franchise-Systeme" konzentrieren sich eher auf die Förderung des kulturellen und interkulturellen Verständnisses und Miteinanders.

Diese Entwicklungen werden weitergehen. Wir freuen uns auf viele neue Formen des nachhaltigen Franchisings.

(TM)